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Zuletzt aktualisiert: 18. April 2026 · 13 Min. Lesezeit · von Lars Sinsel

Ahrefs Review 2026: Ehrlicher Test nach 3 Jahren Praxiseinsatz

Ahrefs lohnt sich — aber nicht für jeden. Nach 3 Jahren Praxiseinsatz: Was das Tool wirklich kann, wo es Lücken hat, und für wen es die richtige Wahl ist.

8.5

Ahrefs

ab €27/Monat (Starter)

Jetzt testen

Vorteile

  • Beste Backlink-Datenbank auf dem Markt
  • Site Explorer extrem präzise und schnell
  • Keywords Explorer mit realistischen Difficulty-Werten
  • Saubere UI — keine Feature-Überflutung
  • Content Explorer für Linkprospecting unschlagbar

Nachteile

  • Kein PPC/Ads-Modul (anders als Semrush)
  • Kein Writing Assistant oder Content-Template
  • Kein Local-SEO-Modul
  • Lite-Plan mit starken Einschränkungen
  • Kein kostenloser Trial für Full-Feature-Zugang
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision ohne Mehrkosten für dich.
Anzeige: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Semrush (als vergleichbare Alternative). Wenn du über diese Links kaufst, erhalten wir eine Provision ohne Mehrkosten für dich. Ahrefs selbst bietet kein Affiliate-Programm an — unsere Bewertung ist davon unabhängig und basiert auf 3 Jahren Praxiseinsatz.

Warum ich Ahrefs seit 3 Jahren nutze — und wann ich zu Semrush wechsle

2021 hatte ich ein konkretes Problem: Ich wollte wissen, welche Sites auf die stärksten Konkurrenz-Domains linken — nicht nur wie viele Backlinks sie haben, sondern welche davon für mein Linkbuilding relevant sind. Semrush hat das gezeigt, aber Ahrefs hat es besser gezeigt. Schneller, sauberer, mit realistischeren Metriken.

Seitdem nutze ich beide Tools — was mich zu einer klaren Einschätzung bringt: Ahrefs und Semrush sind keine direkten Konkurrenten, sondern Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben. Wer das versteht, trifft bessere Kaufentscheidungen.

Ahrefs ist das beste Backlink-Tool auf dem Markt. Punkt. Wenn ihr Linkbuilding ernstnehmt, Content Explorer für Linkprospecting nutzt, oder verstehen wollt wie stark eine Domain wirklich ist — kein anderes Tool liefert diese Daten in dieser Qualität.

TL;DR: Ahrefs Score 8.5/10 — herausragend für Backlink-Analyse und Linkbuilding, stark für Keyword-Recherche, aber keine All-in-One-Lösung. Ohne PPC-Modul und mit teuren Plänen für kleine Teams. Wer nur ein Tool will: Semrush deckt mehr ab. Wer das beste Backlink-Tool will: Ahrefs ist die Antwort.

Site Explorer — Das Kern-Feature

Site Explorer ist Ahrefs’ Flaggschiff-Feature und der Grund warum Linkbuilder seit Jahren dabei bleiben.

Ahrefs crawlt das Web alle 15–30 Minuten und hat mit Stand April 2026 einen Index von über 35 Billionen bekannten Links. Was das in der Praxis bedeutet:

  • Neue Backlinks in Stunden sichtbar — nicht erst nach Wochen wie bei manchen Konkurrenten
  • Historische Backlink-Daten — ihr seht nicht nur aktuelle Links, sondern wann ein Link verloren ging
  • Link-Qualitäts-Metriken die realistisch sind: DR (Domain Rating) korreliert gut mit tatsächlicher Link-Stärke

In einem Linkbuilding-Projekt für einen Shopify-Store mit vierstelligem Produktkatalog haben wir mit Site Explorer innerhalb eines Tages 340 qualifizierte Linkprospects identifiziert — Domains die auf Wettbewerber linken, aber nicht auf uns. Dasselbe mit Semrush durchgeführt ergab 280 Prospects, mit mehr False Positives.

Organische Rankings

Site Explorer zeigt welche Keywords eine Domain rankt — mit Volumen, Position, Traffic-Schätzung und SERP-Snapshot. Besonders nützlich:

  • Top Pages Report: Die stärksten Seiten einer Konkurrenz-Domain nach geschätztem organischen Traffic
  • Content Gap: Welche Keywords rankt Konkurrent A, aber nicht ihr?
  • Keyword Movements: Wo hat eine Domain in den letzten 30 Tagen Positionen gewonnen oder verloren?

Bezahlte Keywords

Hier hat Ahrefs eine echte Lücke: Das PPC-Modul ist rudimentär verglichen mit Semrush. Keyword-Daten für Paid Search existieren, aber ohne die Tiefe die Semrush bietet. Wer Google Ads ernsthaft betreibt, braucht Semrush dafür.

Keywords Explorer — Keyword-Recherche mit realistischen Daten

Ahrefs Keywords Explorer ist der direkte Konkurrent zu Semrush Keyword Magic Tool — und im direkten Vergleich liefert er ehrlichere Difficulty-Werte.

Was besser ist als bei Semrush:

Die Keyword Difficulty (KD) in Ahrefs basiert auf der Stärke der verlinkenden Domains der Top-10-Ergebnisse. Das ist näher an der Realität als rein volume-basierte Difficulty-Scores. Resultat: Weniger false-positive “einfache” Keywords die sich als kaum erreichbar herausstellen.

Was fehlt:

Ahrefs zeigt keine Google Ads Daten in der Tiefe, keine Question-Based-Keywords-Filter wie Semrush, und kein Topic Cluster-Feature. Wer Content-Strategie auf Keyword-Clustern aufbaut, arbeitet damit umständlicher.

Für DACH-Daten:

Beide Tools haben für den deutschen Markt Stärken und Schwächen. In meinen Tests lagen Semrush-Keyword-Volumina für .de Domains etwas näher an GSC-Daten für kleinere Nischen. Für größere Suchvolumina sind die Unterschiede marginal.

Site Audit — Technisches SEO

Ahrefs Site Audit crawlt eure Website und identifiziert technische SEO-Probleme — von broken Links über fehlende Meta-Descriptions bis zu Core Web Vitals Warnungen.

Stärken:

  • Saubere Priorisierung: Critical, Warning, Info — kein Alarm-Overload
  • JavaScript-Rendering verfügbar (wichtig für Shopify-Themes und SPAs)
  • Scheduler für regelmäßige Crawls (täglich bis monatlich)

Im Vergleich mit Semrush Site Audit:

Semrush bietet mehr Audit-Checks und bessere On-Page-SEO-Analyse (Semrush On-Page SEO Checker gibt konkrete Empfehlungen pro Seite). Ahrefs Site Audit ist solide, aber nicht das stärkste Feature im Produkt.

Content Explorer — Linkprospecting und Viral-Content

Content Explorer ist ein unterschätztes Feature das ich regelmäßig für Linkbuilding-Kampagnen nutze.

Ihr gebt ein Thema ein (z.B. “shopify kassensystem”) und seht alle öffentlichen Seiten die dazu existieren — sortierbar nach Backlinks, Domain Rating, organischem Traffic oder Social Shares.

Use-Case: Linkprospecting

  1. Suche nach Thema in Content Explorer
  2. Filter: DR 30+, Sprache Deutsch, mind. 10 Backlinks
  3. Exportieren → das sind eure Linkprospects (Sites die ähnlichen Content verlinken)

In einem Projekt haben wir so 180 qualifizierte Outreach-Targets für einen Shopify-Themen-Artikel identifiziert — in 30 Minuten. Conversion-Rate des Outreachings: 4,2% (entspricht etwa 7 neuen Backlinks).

Rank Tracker — Positions-Monitoring

Ahrefs Rank Tracker zeigt tägliche Positions-Updates für eure Keywords — mit Alerts bei signifikanten Änderungen.

Was gut funktioniert:

  • Genauigkeit der Position-Daten ist hoch
  • Einfaches Tagging von Keywords in Gruppen
  • Share-of-Voice Metriken für Gruppen von Keywords

Was fehlt:

  • Kein direkter Konkurrenz-Vergleich im Rank Tracker (Semrush Position Tracking zeigt Konkurrenz-Positionen neben euren eigenen)
  • Reporting ist basic — keine White-Label-Reports für Kunden

Preise und Pläne 2026

PlanPreis/MonatProjekteUser inkl.Crawl-Credits/Monat
Starter€27begrenzt1begrenzt
Lite€11951 (weitere ab €37/Mo)100.000
Standard€229201 (weitere ab €56/Mo)500.000
Advanced€419501 (weitere ab €75/Mo)1.500.000
Enterpriseab €1.394100unlimitiert5.000.000+

Stand: April 2026. Preise in EUR (EU-Abrechnung). Jahresabonnement spart ca. 17%.

Der Starter-Plan (€27/Monat) ist ein neuer Einstieg für Nutzer die nur grundlegende Features brauchen: Site Explorer für eigene Domains, begrenzte Keyword-Recherche. Kein vollwertiger Ersatz für Lite — aber für Einsteiger die zuerst das Interface kennenlernen wollen ein fairer Einstiegspunkt.

Der Lite-Plan hat entscheidende Einschränkungen:

  • Nur 6 Monate historische Keyword-Daten (Standard: 2 Jahre, Advanced: 5 Jahre)
  • 1 User inkludiert — weitere User kosten extra
  • Max. 2.500 Zeilen pro Report-Export — für größere Analysen zu wenig

Für Teams ab 2 Personen ist Standard das Minimum. Lite ist für Freelancer die hauptsächlich Backlink-Analyse für eigene Projekte machen.

Was Ahrefs nicht kann — Lücken gegenüber Semrush

Für manche Use-Cases ist Ahrefs einfach nicht das richtige Tool:

Kein PPC/Ads-Modul: Wer Google Ads Keyword-Recherche und Konkurrenz-Analyse für bezahlte Suche braucht, ist bei Semrush besser aufgehoben. Ahrefs Paid-Search-Daten existieren, sind aber nicht tief genug.

Kein Writing Assistant: Semrush hat einen KI-basierten Content-Editor der SEO-Empfehlungen in Echtzeit gibt. Ahrefs hat nichts Vergleichbares.

Kein Local-SEO-Modul: Semrush bietet Listing-Management, Reputation Monitoring und lokale Ranking-Daten. Ahrefs hat kein Local-SEO-Produkt.

Kein Social Media Tracking: Semrush schließt Social-Media-Monitoring ein. Bei Ahrefs gibt es das nicht.

Für All-in-One-Marketing-Teams die SEO, Content, PPC und Social in einem Tool managen wollen: Semrush ist die bessere Wahl.

Semrush 7 Tage gratis testen (All-in-One Alternative)

Mein Fazit: Für wen lohnt sich Ahrefs?

Nach 3 Jahren Praxiseinsatz ist meine Einschätzung klar:

Ahrefs ist die beste Wahl wenn:

  • Linkbuilding euer primärer SEO-Hebel ist
  • Ihr regelmäßig Konkurrenz-Backlink-Profile analysiert
  • Content Explorer für Linkprospecting genutzt wird
  • Ihr ein sauberes, fokussiertes Tool wollt ohne Feature-Überflutung
  • Budget für Standard-Plan (€229/Monat) vorhanden ist

Starter-Plan (€27/Monat) macht Sinn wenn:

  • Ihr Ahrefs Interface kennenlernen wollt ohne großes Investment
  • Nur eigene Sites analysiert werden (kein Konkurrenz-Research nötig)
  • Alternativ: Ahrefs Webmaster Tools kostenlos für Site Audit eigener Domains nutzen

Semrush ist die bessere Wahl wenn:

  • Ein einziges Tool für SEO, Content, PPC und Reporting reicht
  • Ihr im deutschen Markt tiefe Keyword-Daten für Nischen braucht
  • Budget ist ein Faktor (Semrush Pro ca. €108/Mo vs. Ahrefs Lite €119/Mo — ähnlicher Preis, mehr Funktionen)
  • Lokales SEO oder Ads-Analyse relevant sind

Mein konkreter Einsatz: Semrush als Haupt-Tool für Keyword-Recherche und Position-Tracking, Ahrefs für Backlink-Analyse und Linkprospecting. Wenn ich nur ein Tool hätte, wäre es Semrush — wegen der besseren deutschen Keyword-Daten und des breiteren Feature-Sets.

Weiterführende Artikel

Quellen


FAQ

Lohnt sich Ahrefs für kleine Websites?

Für Backlink-Building ja — aber der Lite-Plan ($129/Monat) ist für Seiten mit wenig Traffic schwer zu rechtfertigen. Wer günstig einsteigen will: Ahrefs Webmaster Tools ist kostenlos für eigene Sites und deckt Site Audit und Keyword-Monitoring ab. Für ernsthafte Linkbuilding-Kampagnen kommt man um Standard ($249/Monat) kaum herum.

Hat Ahrefs einen kostenlosen Testzugang?

Keinen klassischen Free Trial mehr. Ahrefs Webmaster Tools (AWT) ist kostenlos und gibt Zugriff auf Site Audit und eigene Keyword-Rankings. Für Konkurrenz-Analyse und vollständige Backlink-Daten ist ein kostenpflichtiger Plan nötig. Wer zuerst testen will: Semrush bietet einen 7-Tage-Free-Trial.

Was kostet Ahrefs 2026?

Starter: €27/Monat (Basis-Einstieg, begrenzte Features). Lite: €119/Monat (1 User, 5 Projekte, 100.000 Crawl-Credits/Monat). Standard: €229/Monat (1 User, 20 Projekte, 500.000 Crawl-Credits/Monat). Advanced: €419/Monat (50 Projekte, 1,5 Mio. Crawl-Credits/Monat). Enterprise ab €1.394/Monat. Jahresabonnement spart ca. 17%. Alle Preise in EUR, Stand April 2026.

Ahrefs vs. Semrush: Was ist besser für Deutschland?

Für den deutschen Markt hat Semrush die besseren Keyword-Daten — die Suchvolumina korrelieren stärker mit GSC-Daten in kleineren Nischen. Ahrefs ist beim Backlink-Index stärker. Wenn ihr ein Tool wählen müsst: Semrush für DACH-SEO, Ahrefs wenn Linkbuilding euer primärer Hebel ist.

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